
Der Wecker klingelt. Du bist sofort wach. Voller Vorfreude ziehst Du Dich an, packst die letzten Sachen zusammen. Auf dem Weg kommen Dir Gedanken. Du siehst den Golfplatz. Der Tau glänzt in der morgendlichen Sonne. Frühstück im Freien. Frisch gepresster O-Saft. Die Sonne wärmt Deine Haut. Um Dich herum entspannte Gesichter.
Am Airport angekommen triffst Du die anderen. Der erste Eindruck ist positiv. Ein bisschen Smalltalk. Man kommt sich näher. Der Flug dauert nicht lange. Als Du die Maschine verlässt spürst Du es sofort. Es ist warm. Und das im Oktober. Und Du denkst: Gute Entscheidung.
Der Transfer klappt gut. Am Hotel angekommen. Du schmunzelst: 5 Sterne, man gönnt sich ja sonst nichts. Welcome-Drink, Gepäckabgabe, gemeinsames Frühstück. Pause zum Entspannen. Dann endlich auf den Golfplatz. Direkt neben dem Hotel.
Wir fangen auf dem Putting-Grün an. Gott sei Dank. Da kann man sich nicht so schnell blamieren. Der Pflegezustand ist erstklassig. Peter hat die Ruhe weg. Nimmt sich für jeden Zeit. Die Tipps helfen. Ich verstehe die Zusammenhänge. Zum ersten Mal. Dann geht es zum Chippen. Hier erfahre ich die größte Veränderung. Solche Ballkontakte hatte ich noch nie. Freude kommt auf. Es geht zur Driving Range. Die ersten Bälle sind fürchterlich. Habe ich überhaupt schon mal einen Schläger in der Hand gehabt? Es fühlt sich an, wie am ersten Tag. Den anderen geht es mehr oder weniger ähnlich. Vielleicht hätte ich doch vor der Reise noch etwas öfter üben sollen?
Peter kommt. Er korrigiert meinen Griff, meinen Stand. Ich soll zehn Bälle nur darauf achten. Der Ball ist egal. Die Änderungen fühlen sich fremd an. Aber schlechter kann es ja sowieso nicht mehr werden. Also gebe ich mein Bestes.
Nach 10 Minuten bekommen alle eine scheinbar leichte Aufgabe. Wir sollen den Schwung in einer bestimmten Stellung beenden. Ok. Und dann geschieht es. Ich treffe den Ball. Und nicht nur einen. Mit scheinbarer Leichtigkeit. Griff und Stand fühlen sich nun nicht mehr falsch an, sondern natürlich. Das hätte ich nicht erwartet.
Es geht auf den Platz. Peter spielt mit. Drei Loch mit jedem Flight. Heute geht es um die Spielanalyse. Er beobachtet. Schätzt unsere taktischen und mentalen Fähigkeiten ein. Gibt kleine Korrekturen zu den Chips und Putts. Bei mir läuft es einigermaßen. Nicht so gut wie auf der Range. Aber ich bin zufrieden. Für den ersten Tag.
Abends essen wir im Hotel. Halbpension. Die Auswahl und Qualität der Speisen ist gut. Der Wein ist auch nicht zu verachten. Urlaub für die Sinne, denke ich.
Am nächsten Morgen bin ich ausgeruht und entspannt wie lange nicht. Den anderen Teilnehmern geht es ähnlich. Voller Vorfreude gehen wir den Tag an. Heute geht es um Schlagroutine und Spieltaktik. Zu dem Thema hatte ich bisher noch keine Infos. Der Vortrag ist anschaulich, einleuchtend. Wir erfahren auch etwas zu Hanglagen. Auch wenn mir der Platz relativ eben erschien. Später auf dem Platz, als Peter dazukommt, verstehe ich, was er meint. Die Schläge sind ok. Aber der Score wird besser. So soll es ein.
Die Zeit vergeht wie im Flug. Die fünf Tage sind schnell vorbei. Zurück in Deutschland angekommen, empfängt uns Nieselregen bei 13 Grad. Ich denke: Alles richtig gemacht!
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